Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen!

„Lässt uns Sport länger leben, und hat unsere Ernährung Auswirkungen auf die Immunabwehr?“  

Zur Beantwortung dieser Fragen laden wir Sie sehr herzlich zum 3. Fachtag Sporternährung, der am 16. September 2016 im Kuppelsaal der Technischen Universität Wien stattfindet, ein. Für immer jung und gesund – der Wunsch nach ewiger Jugend ist so alt wie die Menschheit selbst. Sportliches Training scheint die Lebenserwartung zu steigern, wobei bereits 15 Minuten Sport am Tag lebensverlängernd wirken können. Doch was ist effektiver: umfangorientiertes Ausdauertraining oder High-Intensity Training (HIT), welches sich in der Formel „kurz, intensiv und selten“ zusammenfassen lässt? Körperliche Aktivität hat nicht nur primär präventive Wirkungen, sondern wird auch bei bekannten Diagnosen als ein Medikament eingesetzt. Sportliches Training wirkt einer Insulinresistenz entgegen und schützt so nicht nur davor, an Typ 2 Diabetes zu erkranken, sondern verringert auch das Risiko für Kolon-, Brust- und Endometriumkarzinome. Heute wird gezieltes Muskeltraining auch für chronisch entzündliche Erkrankungen empfohlen. Die Skelettmuskulatur sendet bei Aktivierung eine Vielzahl von Botenstoffen aus, sogenannte Myokine, die nicht nur den Fettstoffwechsel günstig beeinflussen, sondern auch entzündungshemmend und immunstimulierend wirken. Damit kann die Muskulatur als ein  endokrines Organ verstanden werden. Aber auch die Ernährung beeinflusst das Immunsystem. Man weiß heute, dass eine intakte Mikrobiota essenziell für die Immunabwehr ist und dass einzelne Nährstoffe  immunmodulierend einwirken, indem sie das Immunsystem direkt oder indirekt stärken. So gibt es im Leistungssport erfolgversprechende Hinweise für eine Wirksamkeit von Prä- und Probiotika, insbesondere auf die Infekt-Prophylaxe. Die Ernährung ist ein wichtiger Indikator und Modulator von Gesundheit und Wohlbefinden im Alter. Vitamin D zählt zu den kritischen Nährstoffen und trägt wesentlich zu einem funktionierenden Immunsystem bei. Ob Vitamin D tatsächlich gegen Asthma und andere chronische Erkrankungen hilft, und ob Vitamin D für sportliche Höchstleistungen unverzichtbar ist, bleibt fraglich.

Der 3. Fachtag Sporternährung setzt sich mit immunologischen Aspekten von Sport und Ernährung auseinander. Internationale Experten präsentieren neue Erkenntnisse zur Wirkung von körperlicher Aktivität auf das Immunsystem bei gesunden und chronisch kranken Menschen, sowie die Bedeutung nutritiver Faktoren  für die Gesundheit und Funktionalität des Immunsystems. Vor allem ÄrztInnen, PsychologInnen, PharmazeutInnen, Sport- und ErnährungswissenschaftlerInnen, SportlehrerInnen und TrainerInnen, und DiätologInnen können damit ihr Know-How im Fachbereich Sporternährung erweitern.

Wir freuen uns auf eine interessante Fortbildungsveranstaltung mit interdisziplinärem Erfahrungsaustausch und anregenden Diskussionen!

Univ.-Doz.in Dr.in Dr.in Barbara Prüller-Strasser
Biozentrum, Medizinische Universität Innsbruck

Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Dietmar Fuchs
Biozentrum, Medizinische Universität Innsbruck      

Wissenschaftliche Leitung

B. Prüller-Strasser
D. Fuchs